WILLKOMMEN BEIM ESM

Der „Entwicklungsfonds Seltene Metalle“ (ESM Foundation) ist eine 1951 gegründete Schweizer Non-Profit-Organisation. Sie widmet sich der Unterstützung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Seltenen und Kritischen Elemente, mit einem Fokus auf deren gewerbliche Anwendung. Um dieses Ziel zu erreichen, sponsert und organisiert die Stiftung Konferenzen und Workshops, veröffentlicht Studien und Umfragen, koordiniert Projekte auf dem Gebiet der Seltenen und Kritischen Elemente und gewährt Stipendien und Bildungszuschüsse in Bereichen, die für den Zweck der Stiftung relevant sind. Der ESM ist eine allgemeinnützige Stiftung nach Schweizer Recht und unterliegt der Aufsicht des Eidgenössischen Departements des Inneren. Die Stiftung operiert in einem nationalen und internationalen Netzwerk von Experten, Partnerinstituten und Organisationen.

Unten finden Sie mehr Details:

Bitte treten Sie mit uns in Kontakt. Wir sind hier, um Sie zu unterstützen.

Strategy on Pocket Watch Face with Close View of Watch Mechanism. Vintage Effect.

„Die Zukunft beginnt mit seltenen und kritischen Rohstoffen – wir wollen nicht, dass sie morgen endet“

 

 

Über uns

In den letzten Jahren hat eine wachsende industrielle Nachfrage in Kombination mit geopolitischen Verwerfungen die Aufmerksamkeit für seltene und kritische Elemente gesteigert. Diese Elemente sind essentiell für moderne Materialien und Technologien wie Kommunikation, erneuerbare Energie und Transport. Die Versorgungskette und Wiederverwendung seltener und kritischer Metalle ist von grundlegender Wichtigkeit für die gegenwärtige und künftige Wirtschaft. Der ESM bietet Informationen und vereinfacht den Austausch zwischen relevanten Interessengruppen aus Industrie und Forschung. Typische Aktivitäten sind:

  • Entwicklung, Finanzierung und Koordination relevanter Forschungsprojekte, Zusammenführung von Forschungsorganisationen, Universitäten, Industrien, Nichtregierungsorganisationen und Verwaltungsstellen.
  • Initiierung und Organisation von Veranstaltungen und Umfragen, Diskussion von Schlüsselthemen bezüglich seltener und kritischer Elemente für die Industrie und Forschung, wobei die gesamte Wertschöpfungskette abgedeckt wird (von Rohstoffen bis zur Wiederverwendung), aber auch geopolitische, politische, wirtschaftliche, umweltbezogene und rechtliche Aspekte.
  • Bereitstellung und Koordination von Aus- und Weiterbildung, wobei der Komplexität des Themas für verschiedene industrielle Sektoren und relevante wissenschaftliche Disziplinen Rechnung getragen wird.
  • Vernetzung mit Organisationen, die sich in ähnlichen Gebieten betätigen, wodurch Wissen und Erfahrung ergänzt und erweitert werden.

Aktueller ESM-Flyer mit Projektbeispielen

 

 

Um was es geht

Seltene und kritische Elemente (inklusive „Metalle der Seltenen Erden“) sind nicht nur selten und kritisch wegen ihrer geringen Vorkommen in der Erdkruste, sondern auch, weil ihre Extraktion und Verarbeitung oft komplex ist. Zudem sind ihre Vorkommen häufig auf wenige Regionen der Erde konzentriert.

In den letzten 20 Jahren nahm die Relevanz seltener und kritischer Elemente zu, da sie essentiell für eine nachhaltige Funktion der modernen Gesellschaft wurden. Die Europäische Kommission anerkennt die Wichtigkeit des ungehinderten Zugangs zu Elementen wie Antimon, Beryllium, Chromium, Gallium, Germanium, Indium, Magnesium, Molybdenum, Niobium, Tungsten und Metallen der Seltenen Erden; alle davon unverzichtbar für die globale Wirtschaft und eine nachhaltige Zukunft.

Schweizerische und europäische Industrien hängen zu grossen Teilen von Importen seltener und kritischer Materialien ab. Marktverzerrungen führen zu hoher Volatilität in Preis und Verfügbarkeit. Mangelnde Transparenz birgt die Gefahr sozial und ökologisch nachteiliger Bedingungen im Bergbau, der Produktion und der Wiederverwertung. Diese und andere Faktoren können das wirtschaftliche Wachstum und die Entwicklung in der Schweiz und Europa gefährden.  

 

coal in the hands of the workingTrade Ship Harbored at Port of San Pedro, California, U.S.A.

 

integrated microchip

unknown metal mineral or meteorite isolated on the white background

Geopolitische Entwicklungen beeinflussen den Zugang zu seltenen und kritischen Elementen stark. Die hohen Kosten der verfügbaren Sondierungs- und Extraktionstechnologien könnten den weiteren Abbau beschränken. „Urban Mining“ erlaubt Europa und anderen Ländern mit beschränkten Vorkommen, einen besseren Zugang zu seltenen und kritischen Elementen zu erhalten – durch Wiederverwendung und -verwertung von Produkten. Neue Methoden und Prozesse müssen entwickelt werden, um Materialien hoher Qualität durch „Urban Mining“ zu gewinnen. Der optimierte Gebrauch seltener und kritischer Elemente in Materialien und Produkten und die Substitution mit Elementen gängigerer Metalle wird weiter dabei helfen, den Druck auf die Industrie zu vermindern. Diese Herausforderungen sind im Fokus der heutigen Materialforschung, der Entwicklung neuer Verfahren und Prozesse und der politischen Diskussion. Für unser zukünftiges Wohlergehen ist es unabdingbar, die Rolle seltener und kritischer Elemente in der ganzen Wertschöpfungskette zu diskutieren.

 

 

Wie es begann

Nach dem zweiten Weltkrieg hatte die Schweiz Schwierigkeiten mit der Versorgung durch Materialien aus dem Ausland. Am 15. Dezember 1951 gründeten Dr. O.H. Messner (Zürich), Prof. E. Baumann (Zürich), Dr. O. Zipfel (Bern) und Robert DuBois (Saint-Légier sur Vevey) den „Entwicklungsfonds Seltene Metalle, ESM“ in Zürich. Gemäss seinen Statuten, die vor mehr als 65 Jahren geschrieben wurden, hat die Stiftung zum Zweck, Forschung auf dem Gebiet der seltenen Metalle in Bezug auf deren gewerbliche Anwendung zu unterstützen und durchzuführen. Seitdem hat der ESM mehr als 30 Forschungsprojekte in Gebieten unterstützt, wo weniger verbreitete Elemente eine massgebliche Rolle spielen (siehe Dienstleistungen). Bei der Gründung hatten die Mitglieder den Ehrgeiz, neue Industriezweige im Gebiet der „seltenen Metalle“ zu kreieren und dadurch auch neue Arbeitsplätze zu schaffen. Durch Finanzierung von Forschung und Entwicklung wurde angestrebt, die Verwertung und Wertschätzung solcher Ergebnisse zu unterstützten und dadurch Innovationen und marktfähige Produkte zu fördern.

Statuten von 1951
Positionspapier von 1989

Heute fährt der ESM mit der Arbeit seiner Gründer fort, indem er neuartige Ideen in seinem Gebiet und deren strategische Anwendung in Wissenschaft und Technologie zusammenbringt.  

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